Mwakigwena Primary School

Die Mwakigwena Primary School war in Ukunda unsere erste Projektschule. Wir leisteten sowohl finanzielle als auch materielle Hilfe  in Zusammenarbeit mit dem Keplergymnasium Ulm. Eine Klasse dieses  Gymnasiums war jedes Schuljahr für den Kontakt mit der  Schule in Ukunda zuständig. Das Engagement der Ulmer Gymnasiasten und ihres Lehrers Dr. Ritter (der dankeswerterweise jetzt unser Schriftführer ist) haben wir als doppelten Glücksfall empfunden. Einerseits und  vordringlich geht es ja darum, in Kenia zu helfen. Andererseits hoffen wir auf positive Nebeneffekte im eigenen Land. Vielleicht trägt das, was unser Verein und viele andere  tun, dazu bei, das Bewusstsein zu stärken: Alle Menschen auf diesem Planeten sitzen letztlich im gleichen Boot. Was in Afrika geschieht, kann uns nicht egal sein. Den engagierten Ulmer Gymnasiasten waren die Menschen in Ukunda jedenfalls nicht egal. Danke!

Anfangs störten in Ukunda viele Schulfremde den Betrieb der Mwakigwena Primary School. Um Abhilfe zu schaffen, wurde eine schützende Mauer um das Schulgelände gezogen, das mitten im Ortskern an der Grenze zum Wochenmark liegt. Bald danach wurden, wieder  mit unserer Hilfe, zusätzliche Klassenräume errichtet. Heute muss keine Klasse mehr unter freiem Himmel auf dem nackten Boden sitzen.

Und auch die Zeiten sind vorbei, als die Verhältnisse auf den Toiletten der Mwakigwena Primary School tatsächlich äußerst  notdürftig  waren. Der Verein "Wir helfen in Ukunda"  brachte Bauarbeiten in Gang. Heute stehen für die Jungen und die Mädchen ordentliche Toiletten inklusive Waschbecken bereit.

Besonders positiv  ist folgende Entwicklung: Auf Initiative  der Schulleitung ist an der Schule die regional erste Klasse für geistig und/oder körperlich behinderte Kinder eröffnet  worden. Sie werden dort
von  Fachkräften betreut.
Erst danach erfolgt eine Eingliederung in  Regelklassen.  Wir konnten Starthilfe leisten, zum Beispiel mit Rollstühlen und Gehhilfen für die teils schwerbehinderten Kinder. Behinderte  werden in Kenia von ihren Familien häufig versteckt, sie  leben ausgegrenzt. Vor diesem Hintergrund ist ein behutsamer Umgang, der die Integration behinderter  Kinder fördert, von besonderer Bedeutung. 

Nachdem - was wir unterstützt haben -  auch ein Computerraum eingerichtet worden ist, hat unsere Mitgliederversammlung beschlossen, derzeit keine weiteren Baumaßnahmen an der Mwakigwena Primary School zu fördern. Die Schule steht mittlerweile  im Quervergleich  gut da, was auch die Verantwortlichen vor Ort so sehen. Das Schulgremium hat sich für die langjährige Förderung bedankt und akzeptiert,  dass wir uns jetzt anderer Einrichtungen in Ukunda  annehmen wollen. Selbstverständlich  werden wir  Kontakt zur Mwakigwema Primary School halten und bei einer erneuten Notlage  wieder Hilfestellung leisten.