Bongwe Primary School

So überheblich sind wir nicht, unsere  Aktivitäten an der Bongwe Primary School (das Foto zeigt eines der Schulgebäude) als Musterbeispiele zu rühmen, die überall Schule machen sollten. Aber so weit gehen wir dann doch: Auf das, was zwischen 2008 und 2016 an der Bongwe Primary School in Ukunda erreicht worden ist, dürfen wir ein bisschen stolz sein. So wurden für die 140 Kinder der 1. Klasse, die vorher im Unterricht auf dem Boden sitzen mussten, 80 Schulbänke angeschafft. Die Bänke wurden nicht importiert, sondern vom örtlichen Schreiner gefertigt, zum Preis von 18 Euro pro Bank. Den Schulkindern war geholfen, aber dem Schreiner damit ganz nebenbei auch. In den vergangenen Jahren wurden alle alten Klassenzimmer an der Bongwe Primary School von unserem Verein renoviert. Da die Anzahl der Schulkinder anwuchs, wurden auch neue Klassenzimmer, Toiletten und ein Brunnen mit unserer Unterstützung errichtet.

Ein anderes Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, in regelmäßigen Abständen vor Ort zu sein, weil man andernfalls gravierende Probleme gar nicht mitbekommt. Einem Vorstandsmitglied fiel bei einem Besuch auf, dass an der Bongwe Primary School die Zahl der Kindergartenkinder unübersehbar geschrumpft war. Wir konnten in Erfahrung bringen, dass viele Kinder an Malaria oder anderen Krankheiten erkrankt waren und sogar gestorben sind. Unter anderem konnte ein schlechter Ernährungszustand der Kinder aus Grund ausgemacht werden.

Unser Verein reagierte mit einem Feeding-Programm, um Kinder täglich mit einer Mahlzeit aus Maismehl, Zucker und Milch zu versorgen. Eine Mutter übernahm die Aufgabe, das Essen zuzubereiten und das Geschirr zu spülen, und verdiente  damit zugleich ein finanzielles Zubrot für sich und ihre Familie.  Unsere Aktion tat auch  dem  Bildungsangebot  insgesamt sehr   gut, denn ohne die Feeding-Offensive wären etliche Kinder gar nicht zur Schule gekommen. Am Anfang nahmen lediglich 25 Vorschüler im Alter zwischen 4 und 7 am Unterricht teil. Die Zahl wuchs bald auf mehr als 70 Kinder an, weil sie wussten: Es gibt dort etwas zu essen.

2016 haben wir den Schwerpunkt unserer Hilfstätigkeit auf die heutige Pamoja-Farm verlagert. Die Unterstützung der Bongwe Primary School und das  etablierte Feeding-Programm wird jetzt von einem anderen Träger sehr erfolgreich weiter geführt.