Mwakigwena Primary School

Die Mwakigwena Primary School war in Ukunda unsere erste Projektschule. Wir leisteten in Zusammenarbeit mit dem Kepler-Gymnasium Ulm sowohl finanzielle als auch materielle Hilfe. Eine Klasse dieses Gymnasiums war jedes Schuljahr für den Kontakt mit der Schule in Ukunda zuständig. Das Engagement der Ulmer Gymnasiasten und ihres Lehrers Dr. Ritter, der bis Herbst 2021 auch Schriftführer unseres Vereins war, haben wir als doppelten Glücksfall empfunden. Einerseits und vordringlich geht es darum, in Kenia zu helfen. Andererseits hoffen wir auf positive Nebeneffekte im eigenen Land. Vielleicht trägt das, was unser Verein und viele andere tun, dazu bei, das Bewusstsein zu stärken: Alle Menschen auf diesem Planeten sitzen letztlich im selben Boot. Was in Afrika geschieht, kann uns nicht egal sein. Den engagierten Ulmer Gymnasiasten waren die Menschen in Ukunda jedenfalls nicht egal. Danke! 

Anfangs störten in Ukunda viele Schulfremde den Betrieb der Mwakigwena Primary School. Um Abhilfe zu schaffen, wurde eine schützende Mauer um das Schulgelände gezogen, das mitten im Ortskern an der Grenze zum Wochenmarkt liegt. Bald danach wurden, wieder  mit unserer Hilfe, zusätzliche Klassenräume errichtet. Heute muss keine Klasse mehr unter freiem Himmel auf dem nackten Boden sitzen. Auch die Zeiten sind vorbei, als die Verhältnisse auf den Toiletten der Mwakigwena Primary School tatsächlich äußerst  notdürftig  waren. Der Verein „Wir helfen in Ukunda“  brachte Bauarbeiten in Gang. Heute stehen für die Jungen und die Mädchen ordentliche Toiletten inklusive Waschbecken (Foto) bereit.

Besonders positiv ist folgende Entwicklung: Auf Initiative der Schulleitung ist an der Mwakigwena Primary School die regional erste Klasse für geistig und/oder körperlich behinderte Kinder eröffnet  worden. Sie werden dort von Fachkräften betreut. Erst danach erfolgt eine Eingliederung in Regelklassen. Wir konnten Starthilfe leisten, zum Beispiel mit Rollstühlen und Gehhilfen für die teils schwerbehinderten Kinder. Behinderte werden in Kenia von ihren Familien häufig versteckt, sie leben ausgegrenzt. Vor diesem Hintergrund ist ein behutsamer Umgang, der die Integration behinderter Kinder fördert, von besonderer Bedeutung. 

Nachdem mit unserer Unterstützung sogar ein Computerraum eingerichtet werden konnte, zogen wir einen Quervergleich mit anderen Schulen in der Region und konnten erfreulicherweise feststellen, dass die Mwakigwena Primary School gut aufgestellt ist. Dieser Umstand wurde uns auch aus Kreisen der Schulleitung und der Elternpflegschaft bestätigt. So entschied unsere Mitgliederversammlung, derzeit keine weiteren Maßnahmen an der Mwakigwena Primary School durchzuführen sondern andere Bildungs-einrichtungen in Ukunda zu fördern. Das Schulgremium bedankte sich herzlich für die langjährige Förderung. Selbstverständlich werden wir den Kontakt zur Mwakigwema Primary School halten und bei einer erneuten Notlage  wieder Hilfestellung leisten.